Schluss mit dem Versteckspiel! Fuß- und Nagelpilz erkennen und behandeln

Jetzt ist wieder die Zeit der offenen Schuhe. Nagel- oder Fußpilz können da einem ganz schön zu schaffen machen. Vor allem, weil sie keine kosmetischen Probleme darstellen, sondern Infektionskrankheiten von erheblichem Krankheitswert. Wer Fuß- oder Nagelpilz entdeckt, sollte so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Frühzeitig behandelt, bekommt man beide Infektionserkrankungen gut in den Griff. Anschließend gilt es vorzubeugen, damit der Pilz nicht zurückkehrt.

Anzeichen, Symptome, Vorbeugung

Pilze wachsen überall auf unserer Haut. Zum Problem werden sie, wenn sie über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut gelangen und so Entzündungen hervorrufen. An unseren Füßen passiert das häufiger – Fußpilz kann dann die Folge sein. Ohne entsprechende Therapie kann sich der Pilz den Fuß entlang über die Beine bis zum Gesäß ausbreiten. Befällt der Pilz Nägel, werden diese rau, brüchig und krümelig. Deshalb gilt: Je früher etwas gegen Fuß- oder Nagelpilz unternommen wird, desto besser.

Ausgelöst werden die Erkrankungen durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten. Die ersten Anzeichen von Fußpilz sind häufig Brennen und Juckreiz, oft zwischen dem vierten und dem kleinen Zeh: Die Haut erscheint aufgeweicht, auch können eine schuppige Hornhaut im Fersenbereich oder rote Pusteln auf der gesamten Fußsohle auftreten.

Ist die Fußpilzerkrankung noch auf diese Bereiche beschränkt, lässt sie sich im Rahmen der Selbstmedikation mit Cremes, Gels und Sprays aus der Apotheke meist gut behandeln. Dies sollte jedoch rasch erfolgen, um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken.

Bei Nagelpilz wirkt der erkrankte Nagel glanzlos, trübe und undurchsichtig. Später kommt eine helle bis gelbbraune Verfärbung hinzu, einhergehend mit einer Verdickung oder Verformung. Der Nagel wird brüchig und mit der Zeit spalten sich einzelne Nagelschichten oder -teile ab, bis sich der Nagel ganz vom Nagelbett löst.

Betroffen sind häufig zunächst die großen Zehen. Auch Nagelpilzerkrankungen können, rechtzeitig bemerkt, in der Regel gut mit rezeptfreien Medikamenten selbst behandelt werden. Allerdings wird die Geduld der Patienten bei der langwierigen Behandlung oft auf eine empfindliche Probe gestellt.

Beide Infektionskrankheiten, Fußpilz ebenso wie Nagelpilz, werden häufig durch Sauna-, Schwimmbad- und Fitnessclubbesuche übertragen: Barfußgehen in öffentlichen Badeanstalten, Umkleidekabinen und Duschanlagen bringt den Fuß mit umherliegenden, erregerbesetzten Hautschuppen in Kontakt. Vorbeugend sollten dort deshalb immer „Badeschlappen“ getragen werden.

Hornhaut? Regelmäßige Hautpflege hilft!

Eine verstärkte Hornhautbildung kann zu Rissen, auch Schrunden genannt, und damit zu medizinischen Problemen wie Fußpilz führen. Denn der Fußpilz ernährt sich von Hornhaut und kann durch die Risse in die Haut gelangen. Hornhaut entsteht durch häufige Druckbelastung und Reibung. Gerade das Tragen von zu engen Schuhen, laufintensive Sportarten wie Joggen oder aber auch Diabetes können die Bildung von Hornhaut an den Füßen also begünstigen.

Eine effektive Maßnahme Hornhaut zu entfernen, ist eine regelmäßige Hautpflege. Fußbäder, Peelings, ein behutsamer Einsatz von Bimsstein und das Eincremen der Füße mit einer ureahaltigen Fußcreme beugen außerdem der Hornhautbildung vor.